Fortbildungen für Lehrkräfte

Die Dr. Hans Riegel-Stiftung bietet ein innovatives Format, das sich mit Fragen der Digitalisierung und digitalen Kultur auseinandersetzt.

Die Zielgruppe sind explizit "Nicht-Informatiker*innen".

Seit Mitte des letzten Jahrhunderts erlebt die Gesellschaft einen tiefgreifenden digitalen Wandel. Durch die bis heute fortschreitende Evolution der Digitalisierung und Automatisierung können ungeahnte Datenmengen verarbeitet werden. Dies betrifft nicht nur den klassischen IT-Bereich, sondern wirkt immer mehr in Lebensbereiche wie Medizin, Verkehr, Konsum und Ernährung - und eine digitale Kultur entsteht.

Und wo steht der Mensch? War er früher nur Nutzer eines Computers, ist er zunehmend vernetzter Akteur, der aktiv gestaltet - manchmal, ohne es zu merken. Heute kann ein Kollege in Deutschland in Echtzeit mit der Kollegin in Australien kommunizieren und beide können ohne Zeitverlust am gleichen Text arbeiten. Die Urlauberin in Spanien am Strand von Barcelona steuert über ihr Smartphone die Lichtanlage in ihrem Haus in Köln und der Ingenieur steuert von zu Hause eine technische Anlage irgendwo auf der Welt.

„Social Media“ wird mit all den Vor- und Nachteilen zu einem prägenden Begriff digitaler Kommunikation. Schüler*innen bewegen sich auf „Plattformen“ und erleben u.a. digitales Mobbing. Unter den Schüler*innen herrscht der Glaube, dass eine Textkopie aus Wikipedia als Hausaufgabe ausreicht, eine Tatsache die Lehrende jedoch völlig anders empfinden.

Um den digitalen Wandel mitgestalten, jedoch vor allem in einer digitalen Kultur leben zu können und an einer sich verändernden Gesellschaft teilzuhaben, benötigen Schüler*innen neue Fähigkeiten. Kreatives, kritisches Denken, miteinander kollaborativ arbeiten und eine gute Kommunikation sind der Schlüssel für eine Welt, in der jede/r lernen muss sich selbst Wissen anzueignen und wählerisch zu hinterfragen, ob die Information, die er/sie erhalten hat, plausibel ist.

Die Fortbildungen im Rahmen von TT-Teaching bieten ein Forum für Austausch und Reflexion über die digitale Revolution, jedoch auch über die Welt von morgen, die maßgeblich durch den Menschen kreiert wird. Eine zentrale Fragestellung ist, „Wie kann Unterricht die Schüler*innen auf die neuen Herausforderungen vorbereiten und derart verändert werden, dass er sie befähigt sich in der Arbeitswelt von morgen zu bewähren?“

 

Weitere Bundesländer

Das Pilotprojekt findet ab 2020 zunächst in Mecklenburg-Vorpommern statt. Danach wird über eine Ausweitung in andere Bundesländer entschieden.

mehr erfahren